Fotoschule Technik

Speicherung und Sicherung von Fotos

Die Bilderflut, welche durch die digitale Fotografie entstanden ist, muss verwaltet und gesichert werden, damit man den Überblick behält und seine wertvollen Daten nicht im digitalen Nirvana landen. In der heutigen Zeit, in der zum Fotografieren keine Filme mehr benötigt werden und somit ohne schlechtem Gewissen fotografiert werden kann, steigt natürlich die Anzahl der gemachten Bilder und dementsprechend auch die Datenmenge. Es gibt selbstverständlich viele Möglichkeiten dieser Datenflut Herr zu werden - Wir möchten heute unsere Lösung vorstellen und vielleicht findet der eine oder andere einen Anstoß darin und kümmert sich um eine übersichtliche und sichere Verwaltung seiner Fotos.

Der Netzwerkspeicher - QNAP TS-469 Pro

QNAP TS-469 Pro

Das Zentrum unseres Firmennetzwerks besteht aus einem TS-469 Pro der Marke QNAP, der als Datenspeicher, DHCP Server, Sicherungsserver und Cloudserver dient. Dieses NAS hat 4 Laufwerksschächte, welche jeweils mit einer 4TB Festplatte von Western Digital bestückt sind. Diese 4 Festplatten haben wir zu einem RAID5 Verbund zusammengeschlossen und haben dadurch circa 11 TB Nettospeicher zur Verfügung. Dabei kann eine Festplatte ausfallen und unsere Daten sind immernoch unversehrt, dadurch haben wir eine erhöhte Datensicherheit und auch die Performance hat sich durch den RAID Verbund verbessert. Dank des leistungsstarken Prozessors, des großen Arbeitsspeichers und der zwei Gigabit-Netzwerk-Ports ist es für dieses NAS überhaupt kein Problem unser Netzwerk zu managen und unsere Datenflut zu bändigen. 

Auf unserem NAS speichern wir unsere Fotos, Dokumente und Lernmaterial aber auch ein Backup unserer Website und deren Datenbanken wird täglich erstellt. Dabei sichern wir unsere kompletten Daten nochmals mit einem Generationenbackup, damit wir den Zustand unserer Daten rückwirkend konsistent halten können. Im Endeffekt bedeutet das nur, dass wir auf die Daten zugreifen können, welche wir beispielsweise vor 3 Tagen auf unserem NAS hatten. Immerhin ist es ja möglich, dass wir aus Versehen etwas gelöscht oder überschrieben haben.

Dieser Server ist so dimensioniert, dass er uns auch für die Zukunft mit Speicherplatz versorgt und unseren Ansprüchen genügt. Durch diesen Netzwerkspeicher können wir unsere großen Datenmengen sicher und Zuverlässig speichern. Außerdem können wir so auch von überall auf unsere Daten zugreifen und auch mit mehreren Geräten daran arbeiten. Natürlich ist solch ein Server nicht ganz günstig, aber man schafft sich ja soetwas für längere Zeit an und die Sicherheit unserer Daten sollte uns den Preis wert sein. Kaufen könnt ihr dieses NAS beispielsweise hier (Produktlink).

Die Festplatten - Western Digital Red 4TB WD40EFRX

Western Digital Red 4TB WD40ERFX

Diese 3,5 Zoll Festplatten von Western Digital sind für den Einsatz in kleinen Netzwerkspeichern mit bis zu 5 Laufwerksschächten, sogenannten NAS (Network Attached Storage), optimiert. Ausgelegt sind diese HDDs für den 24 Stunden Betrieb 7 Tage die Woche, also Dauereinsatz (24/7). Bei diesen, auf Netzwerkspeicher ausgerichteten, Festplatten darf man allerdings keine Geschwindigkeitsrekorde erwarten, obwohl sie in unseren Tests eine Lesegeschwindigkeit von ca. 160 MB/s erreicht haben. Diese HDDs setzen im Gegensatz zu normalen Desktopfestplatten ganz andere Prioritäten und sind daher nur schwer mit diesen vergleichbar. Eine besonders hochwertige, zuverlässige und robuste Mechanik stehen hier im Vordergrund. Diese ist für den Dauerbetrieb und einer möglichst langen Zeit ohne Ausfall notwendig. Zudem sind diese Festplatten auf einen energieeffizienten Betrieb und eine geringe Wärmeentwicklung optimiert und gewährleisten so einen kühlen und stromsparenden Betrieb. Nichts desto trotz muss man beachten, dass diese Festplatten meist in einem RAID-Verbund betrieben werden und dadurch die Performance und auch die Datensicherheit verbessert wird. Mit ihren 4TB an Kapazität fasst sich schon einiges an Daten und ist mit ihrem 64MB großem Cache ordenltich schnell um alle Aufgaben zu erledigen. Western Digital gibt seinen Kunden auf diese Festplatten 3 Jahre Garantie, womit man auf der sicheren Seite ist. 

Wir persönlich haben bislang nur Festplatten von WD gekauft und waren bisher immer sehr zufrieden - Auch dieses Festplattenmodell läuft nun schon ein paar Monate in unserem NAS und macht keinerlei Probleme. Die Performance ist super und Speicher haben wir jetzt auch genug. Kaufen könnt ihr die Festplatte übrigends direkt im WD Store (Produktlink).

Die Software - Lightroom

Adobe Photoshop Lightroom 5

Mit dieser Software aus dem Hause Adobe verwalten wir unsere Fotos, führen die RAW Entwicklung durch und exportieren unsere Fotos in die nötigen Formate. Man hat vielfältige Möglichkeiten seine Fotos nach unterschiedlichsten Attributen zu sortieren - So kann man beispielsweise Sternbewertungen vergeben, Farbmarkierungen festlegen und manche Fotos an- bzw. abwählen. Durch diese Möglichkeiten kann man die Bildersammlung des letzten Shootings relativ schnell sortieren und eine Auswahl der besten Fotos treffen. Anschließend ermöglicht es der integrierte RAW Konverter, der übrigens der selbe wie bei Photoshop ist, die Rohdaten zu optimieren und das Beste aus selbigen raus zu holen. Auch das Exportieren mit Wasserzeichen, das erstellen von Fotobüchern, Onlinegalerien und vieles mehr ist mit dieser umfangreichen Software möglich und beschleunigt den Workflow eines Fotografen enorm. Auch eine grundlegende Bildbearbeitung ist mit Adobe Lightroom kein Problem und sorgt dafür, dass man nicht immer auf Adobe Photoshop angewiesen ist.

Noch dazu ist diese Software ziemlich günstig und kann beispielsweise hier (Produktlink) gekauft werden. Dank regelmäßiger Updates werden beinahe alle Kameras und Objektive unterstützt. Auch viele Erweiterungen, wie zum Beispiel das Anzeigen des aktiven Fokuspunktes, sind für diese Software verfügbar.

Die Arbeitsweise

Nachdem wir unser Fotoshooting beendet haben, geht es ab nach Hause. Dort stecken wir die Speicherkarte unserer Spiegelreflexkamera in unser Notebook und öffnen Lightroom. In einem umfangreichen und übersichtlichen Dialogfenster importieren wir die frischen Fotos auf unsere Datenfestplatte im Notebook und erstellen dabei Smartvorschauen in der 1:1 Größe. Das dauert zwar ein wenig aber beschleunigt Lightroom extrem und wir können später besser mit unseren Fotos arbeiten. Anschließend treffen wir unsere Bildauswahl, entwickeln die Raw Dateien in Lightroom und bearbeiten unsere Fotos in Photoshop. Haben wir alle Fotos fertig, so exportieren wie diese für unseren Kunden und stellen diese auf unserem Server als Download zur Verfügung. Im Anschluss sichern wir die neuen Fotos auf unserem NAS und haben unsere Bilder damit doppelt gespeichert. Jetzt kann die Speicherkarte zurück in die Kamera - wir und unser Kunde sind glücklich. Wir haben die Gewissheit, dass unsere Daten sicher & ordentlich verstaut sind und können uns den nächsten Aufgaben widmen.

Tags: Ausrüstungstipp, Bildbearbeitung, Technik