Fotoschule Fotografie

Sportfotografie

SportfotografieBei der Sportfotografie ist es dringend notwendig mit sehr kurzen Verschlusszeiten zu arbeiten (1/250s - 1/800s), damit die Fotos wirklich gestochen scharf werden. Außerdem benötigt man eine Kamera bzw. Objektiv, welches einen schnellen Autofokus besitzt und somit präzise und treffsicher das gewünschte Motiv fokussiert.

Hinzu kommt, dass man sich bei den meisten Sportevents nicht direkt neben dem Sportler befindet, sondern eine gewisse Distanz überwinden muss. Das bedeutet man braucht ein Teleobjektiv. Je nach Sportart reicht schon ein 85er oder ein 600er Objektiv. Um die benötigten kurzen Verschlusszeiten zu erhalten, braucht man, gerade in einer Sporthalle, lichtstarke Objektive mit maximalen Blendenöffnungen von f1.2 - f2.8. Sollte selbst das nicht ausreichen muss man am ISO, also der Sensorempfindlichkeit drehen. ISO-Werte von 400 - 3200 sind da keine Seltenheit. Allerdings muss man für sich entscheiden und vor allem je nach Kamera, welche ISOs noch brauchbare Bilder erzeugen, ohne dass das Rauschen zu stark wird und die Details verloren gehen.

Auch ist die Serienbildfunktion der Kamera eine wichtige Hilfe bei der Sportfotografie. Sie ermöglicht es, genau den richtigen Moment einzufangen, denn bei guten Spiegelreflexkameras sind Bildfrequenzen von 4 bis 11 Bildern pro Sekunde möglich. Dies erleichtert es natürlich sehr den richtigen Moment zu erwischen. Eine weitere Hilfe ist hierbei ein weiterer Kamerabody mit einem kürzeren Objektiv, denn so kann man das Geschehen in der Distanz als auch das Schauspiel direkt vor einem ablichten.

Allerdings tut sich damit auch ein weiteres Problem auf - Die Datenmenge! So kann es durchaus sein, dass man nach einem Tag im Stadion mit ein paar tausend Bildern auf mehreren Speicherkarten nach Hause geht. Und hier geht die Arbeit erst richtig los. Auf den Computer kopieren, aussortieren, bearbeiten, skalieren etc... Das kann bei solch einer Datenmenge eine unendliche Zeit werden. Auch der Speicherplatz für diese Fotosession ist nicht sonderlich klein - es werden bestimmt so um die 10 GB sein.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass:
  • man gutes Equipment mit lichtstarken Objektiven und einer/mehreren guten Spiegelreflexkameras verwenden sollte
  • man die Serienbildfunktion und sehr kurze Verschlusszeiten verwenden sollte
  • man eine gute Position zum fotografieren haben sollte
  • man sich eine gute Lösung für die Nachbearbeitung am PC überlegen sollte
  • man möglichst Fotos machen sollte, welche Emotionen und Action zeigen, damit die Bilder interessant sind
und natürlich viel Praxis sammeln sollte. Vielleicht bei Fußball-, Handballspielen in der Region anfragen, ob man Fotos machen darf und dann erstmal üben üben üben. Nach einiger Zeit findet man dann noch weitere kleine Tricks, wie die Fotos immer werden!
 
Gerne darfst du uns noch weitere Fragen und Anregungen in die Kommentare schreiben!

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